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Gast Team Dating-Psychologie

Friseurin

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Gast Team Dating-Psychologie

Vortex hat uns geschrieben:

"Nachdem ich hier bisher noch keine eigenen Erfahrungen geschrieben habe, ist es nun einmal an der Zeit dies zu tun. Das ganze geschah vor fast drei Wochen, als ich nach drei Monaten mal wieder zum Friseur und mir einen passenden Stil schneiden wollte. So ging ich in das Zentrum der Stadt und bin zum nächstmöglichen Friseur gegangen. Dann kam erst einmal der Schock, es war voll, rappelvoll. Ich wollte gerade wieder gehen, als vom Pausenraum eine sehr attraktive junge schwarzhaarige (Naturhaarfarbe) Frau (sie war 22 Jahre) herauskam und mich mit einem lächeln sofort bedienen wollte. Habe ohne weiter drüber nachzudenken zugesagt und setzte mich hin. Ich habe ihr erst einmal meinen Wunsch genannt, wie sie die Haare schneiden soll und kam dann mit ihr ins Gespräch.

Nachdem sie dann anfing habe ich sie einfach mal gefragt, ob sie gerade von der Pause abgehalten habe. Sie, nein, ich wäre so oder so herauskommen, da es voll war. Daraufhin unterhielt ich mich mit ihr, “wie oft hat man denn Pausen, wenn man den ganzen Tag von allen möglichen Frisuren die Haare umstylt und mit freundlichen wie unfreundlichen Kunden zu tun hat?” Sie “Also in der Regel hat man dreißig bis sechszig Minuten Pause, wenn es aber voll ist, nur dreißig und den Rest später.” Ich “Wie süss, also habe ich deine Pause also doch unterbrochen?” Sie “(lacht) Nein, das hast Du nicht.” Ich: “Ist dieser Beruf nicht ziemlich stressig, wenn man sich hier umguckt und die ganzen Leute anguckt, die mit Anzügen sicherlich wenig Zeit haben und Druck ausüben?” Sie: “Ach, Stress macht mir nichts aus.” Ich: “Siehst Du den Kunden zwei Sitze neben mir?” Sie: “Nein, was ist mit dem?” Ich: “Der Mann guckt die ganze Zeit zu uns rüber, als würde er dich haben wollen und sich nicht trauen es Dir zu sagen!” Sie: “Im Ernst?” Ich: “Ja klar, während wir uns hier unterhalten, guckt er immer wieder zu dir.” Sie: “Dann soll er doch einfach mit mir reden, wo ist das Problem?” Ich: “Tja, das ist eben das Problem, nur wenige Männer sagen wirklich was sie über eine Frau denken, wenn man sie das erste Mal sieht und ärgern sich dann, dass sie an diesem Tag es nicht gewagt haben.” Sie: “Ja, das stimmt.” In diesem Moment habe ich bewusst einmal eine Ruhepause eingelegt, um zu testen, wie weit kann ich hier noch gehen.

Nach exakt drei Sekunden stille fuhr sie fort. Sie: “Leider ist es so, aber da kann man nichts machen.” Bingo, also weiter machen war meine Devise. Ich: “Ist Frisörin eigentlich dein Traumberuf?” Sie: “Warum fragst Du?” Ich: “Naja, eine gute Freundin von mir ist mitte 30 und machte dies in jungen Jahren unheimlich gern, aber irgendwie merkt sie langsam, dass das nichts mehr für sie ist und bildet sich nebenbei als Bürokauffrau weiter.” Sie: “Ja, das möchte ich auch machen, aber das werde ich nicht zu laut sagen, da mein Chef das hören könnte.” Ich: “Ist sicherlich anstrengend den ganzen Tag die launischen Kunden um sich zu haben, die Gerüche (Shampoo, Gele, Sprays) immer einatmen zu müssen, dafür aber nette Kollegen zum Ausgleich hat. Da kann ich sie und auch dich verstehen, warum es dann schwer ist los zulassen.” Sie: “Ja, genau das ist es. Eigentlich hätte ich heute ja frei, aber ich bin einfach so eingesprungen, weil ich heute sonst nichts zu tun habe.” Ich: “Pass nur auf, dass Du nicht dafür ausgenutzt wirst, wäre schade. Ich mein, Du gibst deine Freizeit für die Arbeit auf, wirst dafür aber sicherlich kaum wirklich belohnt für das, was du sicherlich haben willst, nicht wahr?” Sie: “(bekam glasige Augen)Ja, das stimmt.” Ich: “Lass dich nicht unterkriegen und bleibe so, wie Du bist. Natürlich, locker, kontaktfreudig und süss.” Sie: “(lacht)Ich tu was ich kann”.

Um das ganze mal kürzer zu machen, ich ging zur Kasse und habe ihr noch so nebenbei erzählt, dass ich mir erst einmal dort drüben gönnen werde und ihr gesagt: “Ich freue mich dich gleich beim Kaffee näher kennenzulernen, denn wie ich sehe ist der Laden nun leerer und Dein Chef lässt dich bestimmt wieder in die Pause “gehen”.” Sie: “(lacht und wird auf den Wangen rot)Mal schauen” und grinst dabei. Ich bin dann rübergegangen und habe mir mein plätzchen gesucht und gesehen, wie sie doch tatsächlich rübergekommen ist. Was dann kam, habe ich noch nicht auf dieser Art erlebt und wird in Erinnerung bleiben. Sie: “Woher wusstest Du, dass ich Interesse an Dir habe?” Ich: “Deine Augen haben es mir verraten (ich nahm ihre Hand gleichzeitig) und die Art und Weise, wie Du mir zustimmt hast, welches nach einem “endlich hat es mal jemand erkannt” aussah.” Sie: “Ach ja? Und was war das?” Ich: (ich war im inneren tierisch nervös, weil ich nun testen wollte, wieweit ich gehen kann) “Du wolltest mich vom ersten Augenblick an, aber so leicht wollte ich es Dir nicht machen” (habe immer noch ihre beiden Hände in meinen). Sie kam auf mich zu küsste mich auf einmal. Ich habe den Kuss erwidert, worauf sie mir dann ins Ohr flüsterte, lass uns raus gehen, ich weiß wohin wir gehen können.

Wie ich in diesem Moment drauf war könnt Ihr euch sicherlich vorstellen (erst, träume ich; dann, yes und drittens, do it). Wir sind dann in einer Tiefgarage gegangen und haben es in ihrem Auto getan (mir kann einer sagen was er will, aber ich finde das alles andere als schön, da es zu wenig Spielraum gibt). Meine Fresse, ich wollte nur zum Friseur gehen und meine Haare schneiden lassen, nichts anderes und bekam so etwas dabei als “Belohnung.” Es ist nur ein Auszug von dem, was wir uns unterhielten, aber ich denke das diese lockere Art und selbstbewusste auftreten der Auslöser war. Nie und das meine ich wirklich so, nie im Leben habe ich an so etwas geglaubt, so etwas überhaupt zu bekommen und dann auf dieser doch recht einfachen Art. Wir haben die Nummern nicht ausgetauscht und uns freundlich verabschiedet, da ich ihr vermittelt habe, ich bin hier nur zu Besuch (Die Methode hilft im übrigen sehr gut, die Estefano uns vermittelt hat). Irgendwie scheinen auch die Worte “Eigentlich bin ich nicht so, aber Du hast irgendwas, was nicht jeder hat” bei jeder Frau eingebrannt zu sein. Ich habe es genossen und bin für einzelne Passagen dankbar, Estefanos Buch vor drei Jahren erworben zu haben :)"

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